Die Frage nach der Provision kommt fast immer zuerst — und fast immer bekommt man darauf eine ausweichende Antwort. Hier stehen die Zahlen.
Was ein Verkauf kostet
In Nordrhein-Westfalen sind 7,14 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer üblich, geteilt zwischen Verkäufer und Käufer. Als Verkäufer zahlen Sie also rund 3,57 Prozent.
In Zahlen:
300.000 Euro Kaufpreis — rund 10.710 Euro Ihr Anteil.
500.000 Euro Kaufpreis — rund 17.850 Euro.
750.000 Euro Kaufpreis — rund 26.775 Euro.
Fällig wird das erst nach der notariellen Beurkundung. Vorher bekommen Sie keine Rechnung — auch dann nicht, wenn Sie den Verkauf abbrechen, sich anders entscheiden oder es am Ende nicht zustande kommt.
Warum die Provision geteilt wird
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser. Es schreibt vor, dass der Käufer höchstens so viel zahlt wie der Verkäufer. Vorher war es in weiten Teilen Deutschlands üblich, die gesamte Provision auf den Käufer abzuwälzen.
Das Gesetz gilt für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser mit Verbraucher-Käufern. Nicht erfasst sind Mehrfamilienhäuser, gemischt genutzte Objekte, Gewerbeimmobilien und Verkäufe an gewerbliche Käufer — dort ist die Aufteilung frei vereinbar.
Was dafür enthalten ist
Vor der Vermarktung. Bewertung mit Begründung statt Wunschzahl. Beschaffung aller Unterlagen — Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, bei Wohnungen zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle und Wirtschaftsplan. Profi-Fotografie und 2D- sowie 3D-Grundrisse.
Während der Vermarktung. Bevorzugte Platzierung als ImmoScout24 Gold-Partner, Kleinanzeigen, Ansprache unserer eigenen Interessentenkartei. Alle Anfragen, alle Besichtigungen, alle Rückmeldungen an Sie.
Bis zum Notartermin. Bonitätsprüfung der Interessenten, Begleitung der Finanzierung, Abstimmung des Kaufvertragsentwurfs mit dem Notar, Teilnahme am Beurkundungstermin, Übergabeprotokoll mit Zählerständen.
Alle Auslagen tragen wir vor. Bei einem nicht zustande gekommenen Verkauf bleiben sie bei uns.
Was Sie sonst noch zahlen — und was der Käufer zahlt
Sie als Verkäufer: Energieausweis, gegebenenfalls Löschung einer eingetragenen Grundschuld, eventuell eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kreditablösung. Bei einem Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach Anschaffung kann Spekulationssteuer anfallen — mit Ausnahme für selbst bewohnte Immobilien.
Der Käufer: Grunderwerbsteuer, in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent des Kaufpreises. Notar- und Grundbuchkosten, zusammen etwa 1,5 bis 2 Prozent. Und seinen Anteil der Provision.
Die ehrliche Rechnung
Provision ist kein Selbstzweck, und die Frage „was kostet es“ ist nur die halbe Frage. Die andere Hälfte lautet: Was ist der Unterschied im Ergebnis?
Ein Verkauf, der drei Prozent unter dem erzielbaren Preis abschließt, kostet bei 500.000 Euro rund 15.000 Euro — fast genau die Provision. Ein Verkauf, der acht Wochen länger dauert, kostet Zinsen, Nebenkosten und Nerven. Und ein Verkauf, der wegen einer geplatzten Finanzierung neu beginnt, kostet den Vorsprung, den ein frisches Inserat hat.
Wenn Sie die Rechnung selbst aufmachen wollen, haben wir sie aufgeschrieben: Haus verkaufen ohne Makler — mit Zeitaufwand, Eigenkosten und den Stellen, an denen es in der Praxis schiefgeht.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Maklerprovision in Köln und Bonn?
Üblich sind in Nordrhein-Westfalen 7,14 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, geteilt zwischen Verkäufer und Käufer — also rund 3,57 Prozent je Seite. Bei 500.000 Euro Kaufpreis zahlen Sie als Verkäufer etwa 17.850 Euro, fällig erst nach der notariellen Beurkundung.
Seit wann wird die Provision geteilt?
Seit dem 23. Dezember 2020. Das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser schreibt vor, dass der Käufer höchstens so viel zahlt wie der Verkäufer. Es gilt für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, wenn der Käufer Verbraucher ist — nicht für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe oder gewerbliche Käufer.
Wann muss ich zahlen?
Erst wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet ist. Vorher entsteht Ihnen keine Rechnung — auch dann nicht, wenn Sie den Verkauf abbrechen oder es am Ende nicht zustande kommt. Fotografie, Grundrisse, Unterlagenbeschaffung, Portalgebühren und Kleinanzeigen tragen wir vor.
Was ist im Preis enthalten?
Bewertung mit Begründung, Profi-Fotografie, 2D- und 3D-Grundrisse, Beschaffung sämtlicher Unterlagen, Exposé, bevorzugte Platzierung als ImmoScout24 Gold-Partner, Kleinanzeigen, Ansprache unserer Interessentenkartei, Besichtigungen, Bonitätsprüfung der Käufer, Finanzierungsbegleitung, Vorbereitung des Kaufvertrags mit dem Notar und Begleitung bis zur Schlüsselübergabe.
Welche Nebenkosten kommen sonst auf mich zu?
Als Verkäufer wenig: den Energieausweis, gegebenenfalls die Löschung einer noch eingetragenen Grundschuld und eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung, wenn Sie einen laufenden Kredit vorzeitig ablösen. Grunderwerbsteuer (in NRW 6,5 Prozent) und Notar- und Grundbuchkosten zahlt der Käufer.
Ist die Provision verhandelbar?
Sie ist frei vereinbar — es gibt keinen gesetzlichen Satz. Wichtiger als die zweite Nachkommastelle ist aber die Frage, was dafür geleistet wird. Ein Prozentpunkt weniger bei schlechteren Fotos, dünnerer Reichweite und ungeprüften Käufern ist kein gutes Geschäft: Der Unterschied im erzielten Preis ist regelmäßig größer als der Unterschied in der Provision.
Der erste Schritt kostet nichts
Die kostenlose Immobilienbewertung dauert zwei Minuten, ist unverbindlich und kommt ohne Vertreterbesuch aus. Erst danach stellt sich die Frage nach der Provision überhaupt.
Fragen vorab? 0151 416 45595, Montag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr, oder info@stadtland-makler.de.